4410 hängt ständig

Hallo liebe Community,

ein Kunde von mir hat eine Auerswald 4410 die ständig “hängt”.

2 x Anlagenanschluß vom einem Ortsansässigen Alternativnetzbetreiber
8 x Analoge Telefone Angeschlossen mit direkter Amtsholung.
1 x Fax ebenfalls mit direkter Amtsholung

Nun kommt es von Zeit zu Zeit vor, dass keine Ausgehenden und keine Eingehenden Gespräche mehr möglich sind.

Wenn jemand versucht reinzutelefonieren klingelt kein Telefon, es kommt auch keine Ansage, der Anrufende hört einfach nichts und fällt nach kurzer Zeit auf ein Besetzt.

Wenn raustelefoniert wird, dann kommt kein normaler Amtston, sondern ein Dumpf klingender Sonderton.

Ob Intern die Telefonie klappt, kann ich im moment nicht sagen, da alle Apparate beim Kunden direktes Amt haben. Sobald ich das gecheckt habe, werde ich das selbsverständlich nachtragen.

Nach einem Reset der TK-Anlage läuft es erstmal wieder so wie es sein soll.

Dies Problem tritt an manchen Tagen gar nicht auf, an anderen Tagen kann es allerdings öfter auftreten?

Was haltet Ihr davon?

Hallo Kristian,

bei solchen Problemen gabs bei uns eingentlich immer nur zwei Varianten:

  1. Die Stromversorgung der 4410 macht Probleme, d.h. die Netzspannung zur
    4410 fällt entweder zu weit ab oder steigt zu hoch.Hängt die 4410 an einer USV?

  2. Der Alternative Anbieter macht Probleme mit der Synchronisation.

Was kannst du ausschließen?

Hallo,

vielen Dank schonmal für den Hinweis.

Also, folgendes wurde bislang gemacht:

  1. Die Auerswald TK-Anlage wurde vorab getauscht.
    Ergebnis: Anlage hängt immernoch.

  2. Die Telefonanlage wurde an eine USV gehangen
    Ergebnis: Auch dies brachte keinen Erfolg.

  3. Es wurde ein D-Kanalprotokoll aufgezeichnet und nach Auerswald geschickt.
    Ergebnis: Die Anlage versucht über die Schicht 2 sich mit der Vst zu Synchronisieren, jedoch liefert die Vst keine Antwort zur Anlage. Das hat zur Folge, dass die Anlage sich kurze Zeit später aufhängt.

  4. Der Alternativnetzbetreiber hat seinerseits auch ein Protokoll aufgezeichnet und befand die beiden Anlagenanschlüsse als 100% i.O.
    Dieser Netzbetreiber hat trotzdem auf meine Fehlerschilderung eine dauerhafte Schicht 1 Aktivierung durchgeführt (Schicht 2 war angeblich schon auf daueraktiv geschaltet)
    Ergebnis: Fehler tritt immer noch auf.

:confused:

Liebe Community, ich bin wirklich für jeden Hinweis dankbar!

Hi - ich hatte das mal fast genauso - bei mir lag es am S0 Bus (extern) nicht richtig abgeschlossen oder nicht als Bus.

Klemm doch mal nur die Anlage direkt an den NTBA (beides mit Abschlußwiderstand) an, und teste dann noch mal.

Hallo Kristian,

in deinem Fall hast du bereits alles getan,was möglich war.
Ich kann dir nur empfehlen, die Anschlüsse wieder auf die T-Com setzen zu lassen, um das Problem damit zu beheben.

Es ist nicht das erste mal, das Fremdanbieter mit eigenen Netzen Probleme verursachen.
Dauerhaft wirst du und dein Kunde damit sonst nicht glücklich.
Hier kannst du im Nur anbieten, das Einsparpotiential vom Alternativanbieter nach Wechsel zur T-Com über das LCR auszugleichen.

Es gibt keine andere Wahl, aus meiner Sicht.

Ich bin immer noch der guten Hoffnung, dass der jetzige Anbieter dass noch in den Griff bekommt. Wenn nicht, dann wird der Anschluss mit Sicherheit wieder auf T-Com umgeswitscht.

Die Techniker von dem Netzbetreiber kommen jetzt auf die Idee, dass mein aufgezeichnetes Protokoll nicht unbedingt so aussagekräftig ist wie ihr eigenes.
Begründung: Das Protokoll würde an der TK-Anlage mitgeschnitten und nicht direkt am Bus des Anschlusses. Somit wäre es Theoretisch möglich, dass ich eine Meldung aufzeichne, die aber nicht wirklich stattgefunden hat. In meinem Fall heißt das folgendes. Ich erhalte die Meldung im Protokoll SABME, welches die Initialisierungsphase einer ISDN Verbindung sein soll. Normalerweise müsste ich daraufhin eine Antwort mit UA bekommen. Dies passiert aber nicht. Der Netzbetreiber sagt nun, dass es möglich ist, dass dieses SABME SIGNAL zwar in meinem Protokoll steht, aber nicht zwingend bei der Vst angekommen sein muss.

Wie dem auch sei. Ich werde nun gemeinsam mit dem Netzbetreiber nochmal alles prüfen, mit sämtlichen Protokollaufzeichnungen usw.

Stay tuned

Ich gehe mal davon aus, das du nicht über die Entsprechende Messtechnik verfügst, um das zu widerlegen. Die Aufzeichnung der Anlage ist nicht wirklich aussagekräftig.

Hier würde wirklich nur ein entsprechendes Trace ohne Anlage direkt am NT mit einem Argus-Prüfhörer oder vglb. verwenden. Denn dieses ist eindeutig und hat uns immer gegenüber der T-Com u.w. als Beweislast gedient.

Hi,

wenn die Anlage ein SABME sendet, kann eigentlich nur das Anschlusskabel zwischen Anlage und NTBA das Empfangen auf der Seite des Netzbetreibers verhindern. Und der NTBA gehört ja wohl noch zum Hoheitsgebiet des Netzbetreibers.

Wenn die Anlage also direkt am NTBA angeschlossen ist und sonst nichts anderes am NTBA hängt (auch evtl. angeschlossener S0-Bus), dann würde ich noch das Kabel max. 2mal gegen ein anderes Tauschen. Wenn der Fehler dann noch immer auftritt und das Protokoll zeigt, das ein SABME gesendet wurde, dann hat der Netzbetreiber den Spielball in der Hand. Der Fehler kann dann meiner Sicht nur noch zwischen NTBA und Netz liegen. Also auf der Seite des Netzbetreibers.

Außerdem hält die Anlage die Schicht 1 und 2 dauerhaft aktiv. Die Option externe S0-Post-Überwachung übernimmt diese Funktion.