AWS zu Handy


#1

Hallo,

vielen Dank für eure Hilfe bei meinem Problem, das ein guter Bekannter hat.

Frage:

Tierarzt, viel Unterwegs, AWS von zuhause auf das Handy aktiviert. Die Kosten rennen ihm davon. Welche Alternativen bestehen, um eine AWS zum Handy kostengünstig zu realisieren?

Danke

Helmut


#2

Da fällt mir auf anhieb nur eine ein:

Arcor vollanschluß (ca 45,- €) + Arcor D2 Flatt (ca 15,-€)

Und eine D2 Callyakarte oder so.

Die rufumleitun ins D2 Netz kostet in diesen fall keinen ct. und anrufe von seinen anschluß zum D2 kosten in diesen fall auch nichts extra.

mfg Gilbert


#3

Hallo Helmut,

es gibt GSM-Gateways, welche man an einen analogen Port oder internen S0 der Anlage anschließen kann. Über das Ausnahmerouting kann er nun bestimmen, dass alle Gespräche zu seinem Handy über das Gateway laufen.

In das Gateway eine Base-Karte rein (25 Euro/Monat), Handy auch Base oder Simyo (bei Prepaid): Kosten für Weiterleitungen hier: 0 (in Worten: NULL) Euro, egal wie viele und wie lange Gespräche.

Wenn die Umleitungskosten also regelmäßig 25 Euro erreichen, wäre das eine Alternative.

LG
Marco


#4

Hallo Marco,

daran hatte ich auch schon gedacht. Er hat ein D1 Handy und die Nummer muss bleiben. Zudem ist hier auf dem Land D1 am besten empfangbar. Was kosten solche GSM Boxen? Welche ist da zu empfehlen?

Gilbert: Arcor gibts bei uns leider nicht.

Danke

Tom


#5

Deutlich mehr als ein Handy, irgendwelche drei- bis vierstelligen Euro-Beträge, je nach Ausführung.

Eine einfache Box, deren eines “Ende” eine SIM-Karte und deren anderes Handy eine analoge Telefondose ist, kostet fast 250 Euro, dazu käme noch eine Auerswald-Box, die das Ding mit einem internen a/b-Anschluß der Telefonanlage verbindet, nochmal 50 Euro.

Ich hab mir sowas auch schon überlegt, aber bis ich mit meinen paar Gesprächsstunden pro Jahr übers Handy die Anschaffung (plus 2x Handy-Verträge mit Flatrate oder kostenlosen Gesprächen zu ausgewählten Rufnummern – “Partner-Tarif” o.ä.) wieder drin habe, bin ich längst Wurmfutter.

Alexander


#6

Hallo nochmal,

also er hat eine Telekom Anlage “Eumex IP”. Er hat irgend einen Telekom Buisiness Telefontarif mit Internettelefonie. Die Kosten für die AWS betragen bis zu 100 EUR/Monat.

Seinen Handyvertrag im Auto (D1) will er behalten und auf MAX umstellen.

In die Box müsste somit ein weiterer MAX mit 35 EUR/Monat. Welche GSM Box soll er kaufen? Ist die o.g Anlage denn für die Weiterleitung zu einer GSMBox geeignet?

Danke

Gruß

Helmut


#7

So eine einfache GSM-Box verhält sich zum GSM-Netz (hier also D1) wie ein Handy, nur mit einer “etwas” exotischen Art, Tastatur, Lautsprecher, Mikrofon und Klingel anzubinden, nämlich über einen konventionellen a/b-Anschluß für so ziemlich jedes analoge Telefon.

Daran wird eine Auerswald-Box (das Ding heißt wirklich so – Handbuch: http://www.auerswald-root.de/download/datei/handbuch/d/auerbox/v020205/Box.pdf) angeschlossen. Diese Gerät hat zwei Anschlüsse, jeder benimmt sich wie ein analoges Telefon. Das Gerät ist eigentlich für die Kopplung von (Auerswald-)Telefonanlagen an VoIP-Gateways vorgesehen, sie gaukelt sowohl der Telefonanlage als auch dem GSM-/VoIP-Gateway ein Telefon vor. Ein eingehender Anruf (Klingeln) am einen Ende löst am anderen Ende abnehmen und wählen aus, dann werden die beiden virtuellen Telefonhörer gegenüber gelegt, bis eine der beiden Seiten wieder auflegt.

Die Auerswald-Box kommt dann an die Telefonanlage als eine ganz normale analoge Nebenstelle, auf die umgeleitet wird. Manche moderneren Auerswald-Anlagen unterstützen diese Konfiguration mit erweiterten Konfigurationsoptionen, aber für ein “dummes” Weiterleiten von Anrufen auf ein festgelegtes Handy sollte die Intelligenz der Auerswald-Box ausreichen.

Die D1-Tarife kenne ich nicht, da sollte die D1-Webseite genügend Auskünfte bieten.

Die Auswahl der GSM-Box will ich auch nicht vorgeben, wenn an die Box ein stinknormales analoges Telefon mit Tonwahl angeschlossen werden kann, sollte die Box funktionieren. Suche ein paar Modelle heraus und finde Testberichte und Berichte über die Qualität des Supports dazu. Eleminiere unbrauchbare Modelle und wähle dann nach Kosten, Qualität und Support.

Alexander


#8

Hi,

klar kann ich verschiedene GSM Boxen selbst raussuchen. Nur oft findet man nicht die richtige. Sicher hat irgendjemand von euch schon sowas im Einsatz und könnte berichten.

Ist es denn möglich über die Eumex IP ein abgehendes Gespräch über die Box zu führen? Das Weiterleiten eines Anrufes sollte ja möglich sein. Wo wird denn da dann die Zielrufnummer des Handys, das unterwegs ist eingegeben? Hat jemand sowas im Einsatz?

Danke

Gruß

Helmut


#9

Du weißt schon, dass Du hier in einem Support-Forum für Auerswald-Geräte gelandet bist? Da wundert mich die Frage nach der Eumex schon ein wenig.

Die GSM-Boxen haben an einem Ende einen TAE-Anschluß. Der benimmt sich exakt wie die TAE-Dose in Omas Wohnzimmer, nur das das Gespräch nicht über eine Doppelader der Telekom, sondern über GSM-Funk läuft.

Wenn die Telefonanlage (egal ob Auerswald, Eumex, oder sonstige) über einen analogen Telefonanschluß nach “draußen” telefonieren kann, kann man die Telefonanlage direkt an die GSM-Box anschließen, exakt so wie man sie sonst an einen analogen Telefonanschluß anschließen würde. Das Vermitteln vom Amt durch die Telefonanlage auf die GSM-Box ist dann nur eine Frage der Anlagenkonfiguration.

Wenn die Telefonanlage keinen analogen Amtsanschluß hat, oder nicht zwischen verschiedenen Amtsanschlüssen vermitteln mag, kann man die Auerswald-Box als analoge Nebenstelle (wie ein analoges Telefon) an die Telefonanlage anschließen, das andere Ende der Auerswald-Box wird wiederum wie ein analoges Telefon an die GSM-Box angeschlossen. Sobald von der Telefonanlage ein Klingelsignal kommt, nimmt die Auerswald-Box das Gespräch auf der Anlagenseite an, hebt auf der GSM-Seite den virtuellen Hörer ab und wählt per Tonwahl die vorher einprogrammierte Rufnummer des Handys, danach werden beide Seiten der Auerswald-Box zusammengeschaltet, bis eine Seite das Gespräch beendet. (Ich habe gerade ein fürchterliches Dejavu – ich dachte, ich hätte das schonmal erklärt … :wink: )

Was für Anforderungen hast Du an die GSM-Box? Sie soll mit einer SIM-Karte von irgendeinem D1-Provider funktionieren. Das dürften alle GSM-Boxen beherrschen, die sich mindestens ins D-Netz (900 MHz) einwählen können. SIM-Lock sollte nicht vorhanden sein oder zum D1-Provider passen. Sie soll einen analogen oder ISDN-Anschluß haben. Eines von beiden hat jede GSM-Box. Sie braucht nur ein Gespräch zur Zeit auf einem Anschluß zur Verfügung stellen (im Gegensatz zu richtig aufwendigen Geräten mit 4 bis 16 Kanälen). Sie soll zuverlässig funktionieren. Sie soll einigermaßen kostengünstig sein, weil sich das Ganze sonst nich lohnt.

Sorry, aber das sind Trivialanforderungen. Benutze eine Suchmaschine, finde drei oder vier Geräte und such Dir eines aus, zur Not mit Münzwurf, wenn Du keine anderen Auswahlkriterien wie unabhängige Prüfberichte mehr findest. Schreib eine Mail an den Händler/Hersteller, in dem Du Dein Problem erklärst, und bitte darin um einen guten Rat, welches Modell Du kaufen solltest.

Wenn Du mit “Eumex IP” die “Eumex 300 IP” meinst, habe ich so meine Zweifel. Das Gerät ähnelt einer Fritzbox Fon und ist mehr ein VoIP-Gateway als eine Telefonanlage. Prinzipiell hätte das Gerät eigentlich alles, was Du brauchst, einen ISDN-Anschluß, einen analogen Anschluß, VoIP, und drei analoge Nebenstellen. Für Anrufweiterleitungen verläßt sich das Gerät aber offenbar auf die Dienste des jeweiligen Providers. Der Parallelbetrieb von analogem und ISDN-Amt ist wahrscheinlich auch nicht vorgesehen. Konfigurationsumschaltung beherrscht das Gerät offenbar auch nicht, so dass der Arzt ständig an der Konfiguration der Anlage herumfummeln muß.

Ich schalte bei mir (Compact 2206 USB) die Weiterleitung aufs Handy (über ISDN) mit Funktionstasten auf dem Systemtelefon (Comfort 2000) bzw. mit Kurzwahltasten auf analogen Telefonen um, auf dem Systemtelefon habe ich angenehmerweise auch gleich eine Anzeige, dass die Umleitung aktiv ist. Mit dem TFS-Modul kann man so eine Anzeige übrigens auch realisieren. Ich muß aber dazu sagen, dass die Rufumleitung von Auerswald nicht zu meiner Zufriedenheit gelöst ist. So kann man von außen die Konfigurationen nicht umschalten, außer über eine weitere 2206/4410, weiterleitungen einzelner Nebenstellen oder MSNs muß man von unterwegs über elendig lange Codes programmieren, und so weiter.

Schau Dich auch mal bei anderen Herstellern um, blätter ein wenig in den Handbüchern der Telefonanlagen. Alle ernst zu nehmenden Hersteller bieten auf den Support-Seiten die Handbücher als PDF-Dateien an. Agfeo, Telebau, Eumeg/Funkwerk, Siemens und einige andere bauen auch brauchbare Telefonanlagen, teilweise sehr modular, wahlweise mit ISDN, Analog und GSM auf der Amtsseite, ISDN, Analog, und DECT auf der Nebenstellenseite, und sehr vielfältig programmierbar. Eine Asterisk-Anlage wäre auch möglich, ein halbwegs aktueller PC (am besten ein kleiner Server wegen 24/7-Betrieb), eine ISDN-Karte, GSM-Karte und a/b-Karte und Du kannst vermitteln und programmieren, wie es Dir gefällt, und nicht wie es sich die Ingenieure der Hersteller ausgebrütet haben. Das ist dann leider auch nicht mehr ganz trivial.

Alexander