COMmander Basic.2 - Anfängerfragen


#1

Hallo liebe Community,

habe o.g. TK-Anlage und viele Fragen. Da ich im Bereich TK ein Neuling bin und beauftragt wurde, bei uns im Hause die Anlage zu “kontrollieren”, bin ich mit einem gefährlichen Halbwissen am Ende angelangt.
Folgende Konstellation habe ich vor Ort:
Auerswald Commander Basic.2 19"
3 x 8S0-Module
1 x 2TSM-Modul
16 x Comfortel 2500 Systemtelefon
1 x analoges Fax
Es stehen 3 Slotblenden (BA-P08 ) zur Verfügung (2 fest verbaut, 1 nachträglich eingebaut).
Die Blenden sind auf 2 8S0-Module verteilt, ein Modul ist komplett frei.
Das 2TSM-Modul wird nur benötigt, um ein Klingeln an der Tür zu signalisieren (Rito-Gegebsprechanlage).
Jetzt muss die Anlage erweitert werden und ich steig durch die Materie nicht ganz durch. Aus dem Bauch heraus geschossen hätte ich vermutet, ich kann aufgrund der aktuellen Konfiguration noch 3 BA-P08 anschliessen und somit 24 weitere Systemtelefone anschliessen. Jetzt stosse ich aber über diverse Aussagen:
Max. 48 Teilnehmerports, max. 112 Rufnummern
Max. 24 interne S0-Ports zum Anschluss von Systemtelefonen der COMfortel-Serie oder anderen ISDN-Endgeräten
Max. 32 UP0-Ports zur 2-Draht-Anbindung von COMfortel 1100 / 1500 / 2500 / 2500 AB, S0-basierte ISDN-Endgeräte über flexibel einsetzbaren UP0/S0 Adapter
Was heisst das jetzt genau?
Ich habe 3 8S0-Module an denen ich pro Modul 2 BA-P08 anschliessen kann, d.h. ich habe in Summe 48 Teilnehmerports, kann aber nur 24 Systemtelefone damit nutzen?
Was muss ich machen, wenn ich mehr nutzen möchte?
Brauche ich dann ein 8UP0-Modul? Damit kann ich aber die Telefone nur noch mit separater Stromquelle versorgen?
Wir haben 2 NTBAs, wollen / müssen aber aufstocken. Allerdings reichen uns 8 Leitungen (4 NTBAs) vollkommen aus, da nicht alle Teilnehmer gleichzeitig telefonieren müssen.
Habe ich das alles soweit richtig verstanden, oder bin ich da auf dem falschen Weg?
Wichtig ist für mich, wie viele Systemtelefone ich denn nun wirklich anschließen kann. Und ob ich 4 NTBAs an die 3 Modulen anschließen kann und dann die gewünschte Anzahl an Leitungen habe.
Ich verliere bei den ganzen Bezeichnung mit S0, UP0, Teilnehmer, Teilnehmerports, etc. völlig den Überblick … Sorry, für die vlt. dummen Fragen.

Gruß,

B.Böcherer


#2

Hallo,

48 ist die anlagenseitige Obergrenze an Teilnehmern.
24 ist die maximale Anzahl an So-Ports intern mit je 2 Telefone pro Port = 48 Tn)

Du hast 3 x 8 So, von denen derzeit 4 Ports extern verwendet werden sollen. Bleiben 20 So (= 40 Telefone über ISDN) übrig.

Zur Erweiterung: Die Anlage ist bereits im Vollausbau. Fünf Module können gesteckt werden: 3 x 8So, 1 x 8ab und 1 x 2TSM hast Du bereits im System. Damit kannst Du die ISDN-Teilenehmer noch von 16 auf 40 erhöhen und neben dem Fax noch 7 weitere analoge Endgeräte anschließen. Zwei VoIP-Teilnehmer gingen dann auch noch, dann ist aber Schluss.

Die Möglichkeiten sind im Installationshandbuch übrigens eindeutig beschrieben.

Gruß
Torsten


#3

Hallo,

erst einmal danke für deine Antwort. Endlich mal einer, der meine Fragen versteht :wink:
Ich muss gestehen, dass ich mit der Aussage Teilnehmerports, etc. mittlerweile so verwirrt war, dass ich mir nicht sicher war …
Eine 8ab Karte haben wir nicht verbaut, in der Anlage ist noch ein Steckplatz frei. Könnte ich, rein theoretisch, da noch eine 8So einbauen und die Anlage somit um weitere 16 Telefone erweitern?
Alternative könnte ich doch auch eine 16VoIP-Karte verbauen und dann 16 VoIP-Telefone nutzen, oder?

Gruß,

Benjamin


#4

Hi,

aussweisslich der technischen Daten verwaltet die Kiste maximal 24 interne So-Ports, d.h., im Regelausbau kannst Du da 48 ISDN-Systemtelefone randröseln.

Momentan hast Du 24 So-Ports insgesamt im Angebot, 4 sind/sollen nach aussen gelegt (werden), ergo sollten 20 intern zur Verfügung gestellt werden können. Reicht für 40 Systemtelefone, obwohl Mathe jetzt nicht sooo meins ist.

Wenn Du jetzt noch ein ISDN-Modul steckst, kannst Du da nur noch vier Ports intern nutzen … das nenne ich Geld wegwerfen.

Auf dem freien Steckplatz kannst Du eher noch die 16 VOIP-Kanäle zurüsten, da hast Du die doppelte Zahl zusätzlicher Endgeräte zur Verfügung … wenn Du sie dereinst einmal benötigst. Momentan sollte es ja ohne Aufrüstung gerade noch reichen …

LG, Thomas


#5

Moin,

Du hast aber von einem analogem Fax gesprochen. Daher bin ich von einer 8ab-Karte ausgegangen. Wenn der Steckplatz noch frei ist, solltest Du Dich mit dieser Frage auch beschäftigen. :wink:


#6

Wieviele Systemtelefone benötigt Ihr denn wirklich?
16 Stck., oder bereits absehbar mehr? Wieviele?

Erweiterungsmöglichkeit schön und gut, aber wie wahrscheinlich ist die Erweiterung, und dann auf wieviele Geräte insgesamt?

Wenn Ihr ein Fax habt, werdet ihr an der 8a/b Karte nicht vernünftig vorbeikommen, außer mit Spielereien über Unteranlagen etc.

Wie sieht es mit Schnurlostelefonen aus?

ISDN/NTBAs: Sind das Anlagen- oder Mehrgeräteanschlüsse?
Wie sieht die Nummernzuteilung aus (mit XXX in der Mitte unkenntlich machen)

Gruß
Tim


#7

Hi,

wir benötigen kurzfristig 4-6 Telefone, langfristig (Anfang nächsten Jahres) noch einmal rund 10 Systemtelefone. Wichtig dabei ist, das wir max. 8 Leitung benötigen, reicht vollkommen aus.
Das Fax-Gerät betreiben wir mit einem TA33, der lag noch im Schrank “rum” :wink: Wollten für ein Fax-Gerät nicht extra ein a/b-Modul besorgen.
Schnurlostelefone o.ä. wird es nicht geben, es sollen nur Systemtelefone angeschlossen werden.
Anlagen- oder Mehrgeräteanschlüsse kann ich nicht genau beantworten, weiß ich leider nicht mit meinem Halbwissen, wo da fachlich der genaue Unterschied ist. Zur Zeit sind 2 NTBAs vorhanden.
Frage ist, ob ich das richtig verstanden habe, dass ich rein theoretisch mit 3 x 8S0-Modulen und entsprechender Anzahl von BA-P08 in der Lage bin, 48 Systemtelefone zu Versorgen (das der eine oder andere Port wegfällt, wenn man S0 extern “aktiviert” habe ich verstanden)?
Und ob man ggfls. mit einem 8UP0-Modul noch einmal erweitern könnte, oder ist 48 die endgültige Teilnehmeranzahl?


#8

Moin,

mal unhöflich gesprochen: Allmählich Zeit für RTFM (kannst Du mal googlen).

Höflicher:

ISDN-Telefon bleibt ISDN-Telefon, egal über welchen Bus Du die Teile verkabelst. Insofern ist die Frage nach dem maximalen Ausbau der ISDN-Teilnehmer hier schon beantwortet wurden. Auch mit dem Ausbau des noch freien Slots habe ich mich schon befasst, auch da gilt: der Anlage ist es wurscht, ob Du da ein So oder UPo-Modul reindödelst.

48 ist nicht die endgültige Teilnehmerzahl, sie ist die Obergrenze der verwaltbaren ISDN-Teilnehmer.

LG, Thomas


#9

Warum hast Du 3 8S0-Module?

1 8S0-Modul
1 bzw. 2 8UP0-Module für die Systemtelefone… das ist ziemlich “idiotensicher”.
Systemtelefone am 8S0-Modul sind das hingegen meiner Meinung nach nicht.

Abweichende Meinungen vertretbar :slight_smile:


#10

Sorry, hatte ja extra geschrieben, dass es Anfängerfragen sind. Gelesen habe ich die Tage reichlich, aber die genaue Bedeutung war mir unklar bzw. habe ich nnicht genau verstanden. Ich kann leider in 3 Tagen lesen nicht das erreichen, was andere in 3 Jahren Berufserfahrung mitbringen.
Ich hatte den Zusammenhang zwischen Teilnehmerports und S0-Ports nicht verstanden, aber mittlerweile wird es klarer.
Warum da 3 S0-Module eingebaut sind, kann ich leider nicht genau sagen. Eine Entscheidend war wohl auch, dass bei UP0 die Telefone separat mit Strom versorgt werden müssen und das war nicht gewünscht.


#11

Yep - könnte so sein. Abschliessendes statement vom Laien: die von Dir gewünschte Erweiterung kannst Du in der jetzigen Ausbaustufe der TK realisieren - viel Spass beim Strippenziehen …

LG, Thomas


#12

Danke, das hat mir alles soweit weitergeholfen.
Nochmals sorry, für die ein oder andere “dumme” Frage, aber diese Thematik ist für Anfänger / Einsteiger nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich …


#13

[quote=DocBader]Yep - könnte so sein. Abschliessendes statement vom Laien: die von Dir gewünschte Erweiterung kannst Du in der jetzigen Ausbaustufe der TK realisieren - viel Spass beim Strippenziehen …

LG, Thomas[/quote]

Wie kommt Ihr beide darauf, daß beim Up0-Systemtelefon die Stromversorgung separat erfolgen muß? Das habe ich bisher in der beschriebenen Konstellation noch nicht erlebt, mit den 2500er-Systemtelefonen. [Das Zielwahltaste-Beistellfeld muß immer separat mit Strom versorgt werden in dieser Anlagengeneration.]

Ansonsten: 1 DA (Doppelader) genügt, sternförmig und ohne ISDN-Bus-Gehampele. Insbesondere bei vorhandener Verkabelung kann das schon einen Unterschied machen.

An Herrn Böcherer:
Wenn Dich die ISDN-Busse nerven, dann 2x 8S0 verkaufen/ausbauen und 1x oder 2x 8Up0 einbauen.

Tim


#14

Hi,

mich nervt gar nichts :wink: Bin nur mit den ganzen Beschreibungen / Aussagen nicht klar geworden, da mir der Zusammenhang da nicht klar war.
Mit der UP0-Geschichte war ja auch eine Frage, da ich mir da nicht sicher war. Wenn das ohne klappt, ist super.
Aber ich bin ja insgeheim froh, das man sich selbst hier nicht immer 100%ig einig ist :slight_smile:


#15

Hallo,

zum Up0 noch eine Bemerkung. Das ist von den Daten und Protokollen her, die darüber transportiert werden, ein verkappter S0-Bus - nur halt auf 2 Drähten, statt auf vier.
Das hat den genialen Vorteil, dass man zum einen mit zwei Drähten zum Ziel kommt, was manchmal bei vorhandener Verkabelung nicht anders geht - in dem Zustand kann man aber nur ein UP0-Endgerät daran betreiben. Dafür gibt es dann aber den Up0/S0-Konverter. Dieser wird einfach an das andere Ende der Up0-Leitung gehängt und dort fällt dann wieder ein S0-Bus raus, an dem man auch wieder mehrere ganz normale S0-Geräte anschließen kann. (natürlich - wie bei S0 - zwei B-Kanäle)

Und ja - man braucht keine extra Stromversorgung für ein Gerät am Up0.

Gruß Dauerbesetzt


#16

[quote=Dauerbesetzt]Hallo,

zum Up0 noch eine Bemerkung. Das ist von den Daten und Protokollen her, die darüber transportiert werden, ein verkappter S0-Bus - nur halt auf 2 Drähten, statt auf vier.
Das hat den genialen Vorteil, dass man zum einen mit zwei Drähten zum Ziel kommt, was manchmal bei vorhandener Verkabelung nicht anders geht - in dem Zustand kann man aber nur ein UP0-Endgerät daran betreiben. Dafür gibt es dann aber den Up0/S0-Konverter. Dieser wird einfach an das andere Ende der Up0-Leitung gehängt und dort fällt dann wieder ein S0-Bus raus, an dem man auch wieder mehrere ganz normale S0-Geräte anschließen kann. (natürlich - wie bei S0 - zwei B-Kanäle)

Und ja - man braucht keine extra Stromversorgung für ein Gerät am Up0.

Gruß Dauerbesetzt[/quote]

Danke :slight_smile:
Deswegen predige ich ja "Up0 verwenden, wo immer es geht."
Ein gutgemeinter Ratschlag: Halt Dich bloß fern von internen S0-Bussen.
Klar, wer noch aus alten Zeiten der 100+ DA Kabel kommt, dem mag das im Blut liegen. Für die meisten Anwendungen löst es aber nicht Probleme, sondern schafft sie meiner Erfahrung nach erst.

Tim.

P.S.: Warum sollte man mehrere S0-Geräte anschließen wollen? Dem Threadersteller ging es meinem Verständnis nach um Systemtelefone, und da würde ich von S0-Sharing abraten.
Gib jedem Telefon seine eigenen Kanäle, und es läuft und läuft und läuft.


#17

Hallo Tim,

[quote]P.S.: Warum sollte man mehrere S0-Geräte anschließen wollen? Dem Threadersteller ging es meinem Verständnis nach um Systemtelefone, und da würde ich von S0-Sharing abraten.
Gib jedem Telefon seine eigenen Kanäle, und es läuft und läuft und läuft. [/quote]???

Wenn an einem S0-Bus (oder mit Up0/S0-Konverter an einem Up0) zwei Systemtelefone hängen, dann hat jedes Telefon seinen eigenen Kanal. Denn keines der beiden wird mehr als einen der zwei vorhandenen Kanäle nutzen. Insofern verstehe ich Deine Abneigung gegen mehrere Telefone am Bus nicht. Wenn zwei dran hängen, werden keine funktionellen Einschränkungen auftreten…

Gruß Dauerbesetzt


#18

Hallo Ihr Lieben,
was man nicht aus den Augen verlieren solte zu diesem Thema ist die Kanlnutzung. Ein ISDN- (auch UP0–) Telefon wickelt viele Leistungsmerkmale über den 2. B-Kanal ab (Rückfrage, Tür öffnen, Makeln). Hier ist ein S0 (auch UP0) schnell ausgereitzt. Das sollte man nie aus den Augen verlieren.
Gruß Frank


#19

Hi zurück,

auch wenn dieser Thread schon beachtliche 7 Jahre vor sich hinschläft und sich für spezielles ISDN-Wissen praktisch keiner interessiert - so ist diese Aussage ausdrücklich falsch:

Das ist genau eine der richtig guten Eigenschaften des ISDN-Protokolls. Zwei Telefone an einem Bus bekommen volle Funktionalität. Ein ISDN-Telefon benutzt also immer nur EINEN der ISDN-B-Kanäle. Die Funktionalitäten, wie Rückfrage und Makeln werden auf demselben EINEN B-Kanal durchgeführt, der dem Telefon zum initialen Gesprächsstart vom Amt (bzw. TK-Anlage) genannt wurde. Die Signalisierung für diese Funktionalitäten wird über den D-Kanal, getrennt vom B-Kanal, durchgeführt.

Gruß Dauerbesetzt