Ganz blöde Frage


#1

Da die Telekom mittelfristig anfängt an meinem ISDN-Anschluss zu sägen kennt jemand eine Möglichkeit auf die älteren Auerswald-Anlagen aus der ferne zuzugreifen?
Ich hatte mal einen blöden Traum dass man sich auf einem externen Server per VoIP oder https einwählt und der dann mit echtem ISDN sozusagen auf die gewünschte Anlage weiterleitet/weiterverbindet. ich weiß dass das Hirngespinste sind… aber vielleicht ist die Idee gar nicht soo blöd


#2

Moin,

was verstehst Du unter älteren Anlagen? Erfolgt die Fernwartung via So (intern oder extern) oder USB - sorry, ich hatte eigentlich noch nie was anderes als LAN-fähige TK.

Wenn die Fernwartung via ISDN-Amt möglich ist und ein Programm dafür auf einem Server zum laufen gebracht werden kann und in diesem eine ISDN-Karte steckt … warum soll das per VPN --> RDP oder VNC nicht möglich sein?

LG, Thomas


#3

Ja, die älteren Anlagen (Basic1, 4410…) können ausschließlich mit einer ISDN-Verbindung ferngewartet werden

Sowas in der Art habe ich mir gedacht


#4

Könnte mir vorstellen, das Thomas sein Vorschlag recht stabil sein könnte. Einfach eine Fritz!Card in den Server/PC, die Konfigurationssoftware der Anlage darauf installiert und am internen S0 BUS angeschlossen.

Ich setze mal voraus, dass die Anlage sich auch über den internen S0 Bus
konfigurieren lässt. Sollte problemlos gehen …

Gruß Michael


#5

Moin,

Fritzcard ist heuer eher ein Problem, die Kärtchen werden in MS Server-OS nicht mehr supported. Aber bei Gerdes bekommt man recht preiswert ISDN-Geräte für intern und auch für USB (!) mit zertifizierten Treibern.

Linux habe ich voll die Nichtahnung, was da unterstützt wird. Aber wie gesagt, bekommst Du so ein Teil in einem Server zum Laufen und die notwendige Konfigurationssoftware aus dem Auerswald läuft auf der Büchse, sollte das kein Problem sein …

LG, Thomas


#6

Oder vielleicht einer dieser Ansätze:

  1. Laut http://www.auerswald.de/de/service/service-produkte/telefonanlagen/109-service/programmbeschreibungeninformationen/597-programmbeschreibung-usb-betrieb-linux-mac-de.html soll der USB-Zugriff über ein natives Linux jetzt funktionieren.

[quote]Voraussetzungen
[LIST]
[]auf dem Betriebssystem installierte LIBUSB
[
]Java Version 1.6 (zu beziehen u.a. unter www.java.com.
[/LIST]
[/quote]Ein Raspberry Pi (RPI) ist nur etwa zigarettenschachtelgroß und hat USB- und Ethernetanschluss. Es sind verschiedene Linux-Distributionen verfügbar. Der Port von Debian Wheezy soll Java 1.6 enthalten, VNC ist auch verfügbar.
In dieser Lösung liefe die Auerswald-Software auf dem RPI, Zugriff über remote login (VNC).

  1. Das Projekt http://usbip.sourceforge.net/
    Ein USB-IP-Umsetzer an der Anlage (z.B. wieder ein RPI) und passende Treiber am lokalen Rechner.
    Die Auerswald-Software läuft in diesem Fall beim Konfigurierenden, es wird nur die ISDN-Strecke durch eine USB-over-IP-Strecke ersetzt.

Idee 1 frisst mehr Rechenleistung auf dem RPI. Java ist “ressourcenhungrig”, es könnte die 512 MB Haupotspeicher des RPI komplett auslasten. Dafür ist die Sicherheitsfrage einfach, da ein Zugriff erst nach einem Login möglich ist. Und die Komponenten sind verfügbar. (Es gäbe noch leistungsfähigere, aber teurere Alternativen zum RPI, wie z.B. das Beagleboard. Wie weit die angepassten Linux-Distributionen dafür sind, habe ich noch nicht geprüft.)

Idee 2. ist ressourcenschonender, aber noch nicht fertig entwickelt. Zudem muss noch eine “Sicherheitsschicht” oben drauf gepackt werden. Ob das machbar ist, kann ich im Moment nicht abschätzen.

Grüße

Stefan


#7

[quote=DocBader]
Fritzcard ist heuer eher ein Problem, die Kärtchen werden in MS Server-OS nicht mehr supported. Aber bei Gerdes bekommt man recht preiswert ISDN-Geräte für intern und auch für USB (!) mit zertifizierten Treibern.
…[/quote]

Oh, Gerdes gibt es sogar noch :good:
Ich hatte vor gefühlten 20 Jahren mal eine Gerdes ISDN-Maus die der heutigen “PrimuX USB” verdammt ähnlich sieht. Und wow, da gibt es IDN-Karten für 7.500,- EUR.

Gruß, Nils


#8

Hallo @all,

sicher könnte man so etwas bauen. Nur des Interesses halber - wozu? Dieser externe Server wird seinen “echten” ISDN-Anschluss doch dann auch alsbald verlieren. Ebenso die damit zu wartenden Anlagen??

Der Telekom gehen die Ersatzteile für die bestehenden ISDN-Vermittlungen langsam zur Neige - und neu gebaut werden solche Ersatzteile nicht mehr. Damit sind sie schon technisch gezwungen alsbald auch Bestandskunden auf NGN zu zwingen…

Ich würde mir die Zeit sparen sowas zu installieren…

Gruß Dauerbesetzt


#9

Tja, auch die SoHo Karten von 119 bis 298 Euro … passen sicherlich genau
in das Preisniveau und deren Nützlichkeit man jedem Kunden sofort plausibel
machen kann … :wink:

Für den Zweck, für mich als FH einen Supportzugang zur Anlage zu schaffen
sollten 20, 30 Euro genügen. Oder?! Es sei denn, ich arbeite ständig an der
Konfiguration beim Kunden und erspare mir lange Wege …

Gruß
Michael


#10

Schon etwas abgehanden, dieser Thread, aber…

[quote=“Hinckley, post:1, topic:4395”]
Da die Telekom mittelfristig anfängt an meinem ISDN-Anschluss zu sägen kennt jemand eine Möglichkeit auf die älteren Auerswald-Anlagen aus der ferne zuzugreifen?[/quote]
Man kann doch auch am IP-basierten Anschluß intern ISDN fahren. Diverse Fritzboxen, Speedports und auch Vodafones DSL-Easybox haben eine interne ISDN-Schnittstelle, die auch “hinter” einem IP-basierten Anschluß (Breitbandkabel oder Zweidraht) funktioniert, und darauf greift man mit einer ISDN-Karte im eigenen Fernwarungs-PC drauf zu. Wie die ISDN-Verbindung netzintern dargestellt wird, sollte ja eigentlich egal sein, oder?

Auch Auerswald-VOIP-Anlagen haben z.T. einen S0-Port, den man intern benutzen kann, aber am “Amt” IP fährt.

VPN oder sowas muß man dazu doch nicht bemühen.