Lan-Tapi-Treiber auf mehreren Rechnern?


#1

Hallo,

das Thema Lan-Tapi-Treiber (von Auerswald) verwirrt mich etwas.
Ich hoffe, dass mir einer von Euch Klarheit verschaffen kann.

Überall ist zu lesen, dass man den Treiber auf genau einem Server installieren soll und der soll die Funktionalitäten übers Netzwerk an diverse Clients verteilen.

Ist das lediglich die empfohlene Vorgehensweise zur Erreichung maximaler Funktionalität oder hat das einen anderen Grund?

Ich möchte mittels Tapi nichts anderes machen als vom Rechner aus Rufnummer wählen zu lassen.
Dafür habe ich eine Software, die das mittels Tapi-Treiber erledigt.
Das funktioniert mit einem Rechner (ohne Server) und einer COMpact 3000 ISDN soweit recht gut.

Ich habe testweise auf einem weiteren Rechner im Netz den Lan-Tapi-Treiber installiert und in der Wählhilfe-Software eine andere Leitung ausgewählt.
Jetzt kann ich von zwei Rechners aus Gespräche über den jeweils zugeordneten Apparat aufbauen lassen und auch das funktioniert ohne Server.
Im Büro, mit einer Aastra-Telefonanlage, sind auf diversen Rechnern zur TK passende Tapi-Treiber installiert und damit kann dort jeder von seinem Rechner aus gezielt seinen Tischapparat eine Rufnummer wählen lassen. Das funktioniert dort tadellos und ohne Server.

Die Fragen, die ich mir und jetzt Euch stelle, sind folgende:

  1. Darf ich aus lizenzrechtlicher Sicht den Lan-Tapi-Treiber auf beliebig vielen Rechner installieren?

  2. Gibt es technisch Bedenken das zu tun?

  3. Auf was bezieht sich LAN-TAPI-Clients und LAN-TAPI-Lines im Upgrade-Center
    “LAN-TAPI-Clients” und “LAN-TAPI-Lines” scheinen mir zwei Namen für dieselbe Sache zu sein.
    Ich verstehe das so, dass ich für vier Teilnehmer (Tischapparate) Tapi nutzen darf und der Lan-Tapi-Treiber an sich keine lizenzrechtliche Einschränkung bezüglich der Installationsanzahl hat.
    Möchte ich mehr als vier Teilnehmer mit dem Tapi-Komfort ausstatten, müsste ich weitere LAN-TAPI-Lines kaufen, unabhängig davon, ob ich einen Server einsetzte oder nicht.

Gruß Frank


#2

Hallo Frank.

Der Ansatz bei Auerswald ist. Das es nur eine Verbindung zwischen einem Rechner und der Telefonanlage stattfinden kann. Dies ist mit der Umsetzung in Anlage und Treiber begründet. Die Verteilung muss dann von diesem Rechner stattfinden.

Wer dies nicht beachtet wird alsbald meckern, das die Anwahl ja nicht zuverlässig arbeiten würde - was aber logisch ist - die Rechner versuchen sich immer wieder an der Ankage anzumelden und schmeißen damit den bisher verbundenen Rechner raus.

Somit muss die Verteilung über ein entsprechenden Mechanismus stattfinden. Dies könnte z. B. sein:

Die von Auerswald mit angebotene Variante PBX Call Asist (ein Estos Ableger) ist erst ab der COMpact 4000 möglich.


#3

Hallo Herrybert,

danke für Deine Antwort.
Die Frage “Lan-Tapi-Treiber auf mehreren Rechnern” ist damit klar mit Nein beantwortet und zwar aus technischen Gründen: Funktioniert nicht!

Ich hätte jetzt nur noch eine Frage bezüglich der Lizenzen:

Die “LAN-TAPI-Clients” / “LAN-TAPI-Lines” bei Auerswald beziehen sich auf die Teilnehmer in der TK, die ich per Tapi steuern kann und nicht auf die Anzahl der Rechner, die auf einen “Tapi-Server” zugreifen dürfen.
Ist das Korrekt?

Anders gesagt:
Ich könnte eine selbstgeschriebene Serversoftware betreiben und dann mit diversen Clientrechner auf diesen Server zugreifen.
Die Anzahl der Clientrechner wäre Auerswald lizenzrechlich egal, eingeschränkt durch Lizenzen wäre lediglich die Anzahl der Teilnehmer, die der Server in der Verbindung zur TK verwalten kann/darf.
Bei einer COMpact 3000 wären das 4 Teilnehmer und bei einer COMmander 6000 wären es 8, die im Lieferumfang genutzt werden dürfen und für weitere müsste ich zusätzliche Lizenzen kaufen.

Gruß Frank


#4

Hallo Frank.

Ja - so ist es richtig dargestellt - die Lizensierung bezieht sich auf die Anzahl der Lines (Nebenstellen) für die eine gehende gehende Anwahl von Rufnummern ( bzw. Call deflection/Anrufweiterleitung, usw.) zwischen dem verteilenden Rechner und der Telefonanlage stattfinden kann.

Monitoren (beobachten) kann man sogar alle Leitungen ohne Lizenz.

Aber Achtung: Tapi ist kein einfacher Aufruf eines html-Links. Die Kommunikation ist da schon recht agil, deshalb setzen auch viele Softwareprodukte auf Integrationsprodukte wie Estos Procall oder den kleinen Bruder PBX Call Assistent von Auerswald.


#5

Hallo Herrybert,

danke für die Aufklärung.

Das ist auch interessant.

Das ist mir bekannt, dennoch danke für den Hinweis.
Falls ich einen “Tapi-Server” schreiben sollte, dann würde ich es allerdings wahrscheinlich so machen, dass es clientseitig ein einfacher html-Aufruf wird, der dann serverseitig in Tapi übersetzt wird.
Falls ich mich überhaupt ans Schreiben machen sollte, wird das aber sicher nicht in den kommenden Tagen passieren. Wenn es aber irgendwann passiert ist, werd ich es hier mitteilen.

Gruß und Dank
Frank