LCR-Funktion in der neuen BASIC.2/Business

Hallo,

aus Verärgerung über unzureichendes LCR wurde Euphorie darüber, dass es vernüftiges LCR “schon” auf der CeBit geben wird, die sich so langsam zu Enttäuschung und Resignation zu entwicken scheint.

[quote]Soft LCR wird wahrscheinlich für Basic.2/Business in 8er TN verkauft :finger:
[/quote]

Ist das nur eine Vermutung oder mehr ? Ich gehe davon aus, dass auch das neue LCR wie gehabt für 8 TLN inklusive ist, falls nicht wäre das ja echt die Härte ! Vernüftiges LCR gehört einfach dazu - bei einem Auto muß man die Räder ja auch nicht in 2-er-Sets als Zubehör dazu kaufen.

Die AB-Funktion finde ich mit EU 39,- immer noch zu teuer, was freilich Ansichtsache ist und vom mir noch nicht bekannten Funktonsumfang abhängt-faktisch wird mit € 39,- nur die Software bezahlt - fair ist der
30-Tage-Test, der aber das Vorhandensein einer SD-Karte voraussetzt.

Hat jemand eine Ahnung welchen Sinn es macht, die meisten Upgrade-Lizenzen nur den Q3-Partnern zugänglich zu machen, denn schließlich werden diese ggf. ja auch für die “frei” verkäufliche Basic.2 benötigt und dann ja sogar für die Systemtelefone !?
Ich gehe davon aus, dass dies noch aus der Zeit vor Basic.2 stammt und überarbeitet werden wird - ohne entsprechenden Dongle für die Business geht dort ja sowieso nix, weshalb den Lizenz-Erwerb für Basic.2 dann nicht für alle AFH´s frei geben ?

[quote]In diesem Punkt sehe ich jede Aktion von Auerswald und anderen Anbietern kritisch, die eine gewisse Unzufriedenheit bei den Kunden herbeiführen können, denn weniger treue Kunden schauen auch mal nach Alternativen… mit der bereits im Privatbereich massiv beworbenen VoIP-Technologie trauen sich viele auch im geschäftlichen Umfeld an VoIP und alternative Anlagen.
[/quote]

Keine Sorge, denn laut Auerswald-Philosophie (Zitat), ist der Kunde ja König und Fortschritt schon programmiert :

Die Philosophie des Unternehmens Auerswald ist geprägt durch die starke Orientierung auf die Menschen, die letztendlich den Erfolg bestimmen. Nach außen sind es die Kunden, die darüber entscheiden, ob ein Produkt gut ist und ob der Hersteller das Vertrauen genießt. Nach innen sind es die Mitarbeiter, deren Können und Engagement ein Unternehmen voranbringt.

Der Kunde ist das Wichtigste.

Daher bedienen wir Ihn individuell, kulant und fair.

Jeden Kundenwunsch nehmen wir ernst und sorgen für eine korrekte Bearbeitung.

Bei uns ist der Kunde König.

Unsere Produkte, die Geräte und unser Service sollen erst-klassig sein, damit wir uns langfristig auf dem Markt behaupten und unsere Position ausbauen können.

Wir wollen zu den Besten gehören.
Die Sicherheitsbestimmungen, unser Kunde und seine Anforderungen sind dabei das Maß. Bei dieser Qualität gehen wir keine Kompromisse ein.

Die Qualität bestimmt der Kunde.

Wir stehen zu unseren Aussagen, denn wir meinen und halten was wir versprechen. Da bei uns Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen die Grundlage darstellt, sind wir für jeden kalkulierbar.
Unser Wort gilt.

Unsere Kunden können von uns eine prompte und qualifizierte Reaktion erwarten. Dies gilt für alle Bereiche und auch für die Lösung von Problemen.

Wir handeln schnell und kompetent.
Die Herstellung technischer Geräte erfordert ein Mitdenken aller Mitarbeiter. Daher fördern wir Kreativität und Initiative und schaffen technische Produkte für Menschen.

Wir denken im Sinne des Kunden.

Möglichst umweltfreundliche Herstellung und Einsatz entsprech-ender Materialien ist für uns selbstverständlich. Wir arbeiten in allen Unternehmensbereichen stets an Verbesserungen des Umweltschutzes und setzen neue Technologien ein.
Wir setzen uns für aktiven Umweltschutz ein.
Unsere Unternehmensziele lassen sich nur mit Menschen erreichen. Dazu ist das Engagement und die Verantwortung jedes Mitarbeiters wichtig für unseren Erfolg.
Jeder Einzelne bestimmt den Erfolg mit.

Wir wollen neue Märkte erschließen, denn nur steigende Umsätze und Gewinne sichern den Fortbestand unseres Unternehmens und sichern die Unabhängigkeit.Wir wollen
weiter wachsen.

O.k. - war nun etwas sarkastisch - soll aber ja auch zum Nachdenken anregen :smiley: - soll sich mal jeder selbst ein Bild machen was davon derzeit zutrifft und was noch verbesserungswürdig ist - Die Qualität bestimmt der Kunde.

Auch ich sollte mich langsam mit dem Gedanken anfreunden zu “Asterisk” oder so umschwenken zu müssen, denn das ganze artet leider immer mehr in “Selbstzweck” aus, an jedem Eck versuchen die Hersteller einem das Wasser abzugraben um den eigenen Gewinn zu “optimieren” und reden dann aber von der Wichtigkeit der Fachhändler ohne auf deren Wünsche bzw. Forderungen wirklich eingehen zu wollen - ist alles recht frustig geworden:(

Irgendwann sitzt die “Telefonanlage” sowieso nur noch als Software auf den Großrechnern der Betreiber/Provider und die Kunden stöpseln nur noch ihr IP-Telefon ins Netzwerk.
Für den Fachhandel bleibt dann nur noch der Verkauf der Telefone, das Vermitteln der Verträge, die Konfiguration via Konsole und das Kabelverlegen, was dann ja vielleicht gar nicht sooo schlecht wäre, denn mit der Hardware hat man sowieso nicht wirklich was verdient, diese dient nur noch als Mittel zum Zweck, so ähnlich wie der Sprit-Verkauf an Tankstellen, der für den Betreiber auch nur sinnvoll ist um den Shop-Umsatz zu erhalten.

Für Anlagen-Hersteller siehts da aber deutlich anders aus, wenn man dem nicht massiv durch Kundenüberzeugung entgegen steuert.

Obwohl heute recht gefrustet:hang: , wünsche ich dennoch einen erholsamen Sonntag Abend.

Gruß Alex

P.S.:
Mit nun 60 Beiträgen ist wohl von starkem Interesse daran auszugehen !

Hi,

wenn man heute jede Funktion generell in die Anlagen packen würde, dann wären die Teile noch teurer. So wie es jetzt gemacht wird, finde ich es schon besser. Und bei den neuen COMpacten und dem AB für das COMfortel kann der Kunde auch selber im Shop kaufen. Und ja, es sind LCR-Lizenzen im Lieferumfang (ich glaube 8).

Ich halte die Lizensierung für einen realisitischen Weg. Asterisk ist ws für echte Experten. Der Asterisk-Kern ist im übrigen eine extrem gewachsene Sammlung an Funktionsmodulen, die mal gründlich überarbeitet werden müsste. Das hat D-Link mit der HorstBox deutlich zu Spüren bekommen. Die scheinen gerade Ihr Lehrgeld bezahlt zu haben und tauschen alle Modelle der ersten Serie aus! Ich habe selber mit Astersik experimentiert und es stimmt, man kann da eine Menge mit machen. Aber der Anteil an Fachhändlern und Endkunden, die einen Asterisken über die .conf-Files konfigurieren kölnnen, dürfte verschwindend gering sein. Die bisher angebotenen Webinterfaces zeigen bestenfalls Grundfunktionalitäten und erfüllen nicht mal im Ansatz die Anforderungen, die ein Kunde an eine moderne Anlage hat. Letztendlich zählz für mich auch die Zeit, die ich brauche um ein System in Betrieb zu nehmen und da ist ein Asterisk für mich persönlich total ungeeignet.
Zu VoIP intern muss man noch ergänzen, das man hier noch eine Menge zu lernen hat. Das betrifft alle Hersteller. Was ist denn wohl mit SRTP und SIPS? Kann der Asterisk inzwischen SRTP mit zentraler Schlüsselvergabe?
Ich persönlich möchte meinem Kunden nicht erklären wollen, warum seine Mitarbeiter ohne große Probleme mit Wireshark und einem Hub komplette Gesprächsmittschnitte unbemerkt machen können. Echt klasse.
Dann sind da noch die Randbedingungen beim Kunden. Hat er schon passende Switche, die man managen kann und VLAN unterstützen? Dinge, die mich bei UP0 gar nicht interessieren. Zwei Adern finde ich noch immer irgendwo im Netz und bei einer korrekten struktuierten Verkabelung habe ich eh immer ausreichend Kapazitäten.

Natürlich wird VoIP kommen. Hausintern nicht schnell und nicht mit einem Asterisken oder einem SER. Sobald der Kunde noch a/b-Ports braucht, wird es richtig teuer. Kommt womöglich noch ein S2M oder ISDN intern dazu, wird noch schwieriger und beim S2M im Vergleich zu einem Basic.2 oder Business unbezahlbar. Alleine für den S2M muss ich einen eigenen Rechner bereitstellen, damit ich einen sicheren Betrieb gewährleisten kann. Heftig, heftig.
Was allerdings beim AST interessant ist, das sind einige Techniken wie z. B. IAX2. Da kann man sich einige Anleihen holen. Schon nett gelöst.

So, bis denne und schönes Restwochenende

Hallo Zusammen,

Deine Ausführungen zu “Asterisk” etc. werfen freilich ein anderes Licht auf die Thematik - doch heißt es für den Fachhandel mehr denn je die Augen aufzuhalten um nicht den Anschluß zu verpassen.

[quote]wenn man heute jede Funktion generell in die Anlagen packen würde, dann wären die Teile noch teurer. So wie es jetzt gemacht wird, finde ich es schon besser. Und bei den neuen COMpacten und dem AB für das COMfortel kann der Kunde auch selber im Shop kaufen. Und ja, es sind LCR-Lizenzen im Lieferumfang (ich glaube 8).
[/quote]

Funktionen nicht bezahlen zu müssen die nicht gebraucht werden ist o.k. - doch wenn ein so neu gestaltetes Gerät dann mit den gleichen Funktionen wie der Vorgänger nachgerüstet mehr als der Vorgänger kostet, bei dem eben alles drin war, wäre das nicht mehr o.k., da einfach teurer, was für den integrierten AB freilich nicht zutreffen kann, da vorher ja nicht vorhanden, wohl aber für die unzureichenden 8 Lizenzen für eine Basic.2, die ich als “Starter-Lizenz” oder “Lizenz-Light” bezeichnen würde. Bei der Basic.1 gab´s keine Einschränkungen, d.h. es waren faktisch 32 Lizenzen für alle Funktionen, was auch für die Basic.2 wieder dabei sein sollte, denn schließlich handelt es sich nicht um eine COMpact-Anlage zum ebenso COMpact-Preis, sondern eine Anlage für gewerbliche Nutzer. Irgendwie fällt mir gerade wieder der Vergleich mit dem Neuwagen ein, bei welchem 2 Räder im Lieferumfang sind und weitere als Zubehör erworben werden müssen.
Wer nur 8 Teilnehmer benötigt braucht auch keine Basic.2, d.h. der Lizenz-Upgrade dürfte in den meisten Fällen schon vorprogrammiert sein.

Dass der Endkunde Upgrades nun selbst im Shop kaufen kann, finde ich alles andere als gut, außer für den Hersteller selbst, da der ja so alle Margen selbst mitnimmt und den Fachhandel komplett ausschließt. Wenn da aber was nicht so funktioniert, wie sich das der Endkunde mit dem selbst beim Hersteller erworbenen Upgrade vorgestellt hat, oder dieses einfach fehlerhaft ist, wird der Endkunde den FH als direkten Ansprechpartner freilich wieder in Anspruch nehmen wollen, da darüber ja das Gerät selbst bezogen worden ist.
Mein Rechtsverständnis dazu ist, dass z.B. bei einem Fehler des selbst vom Endkunden beim Hersteller erworbenen Upgrades um einen AB für´s 2500, der Händler, der das 2500 verkauft hat, für dieses Upgrade nicht in der Verantwortung steht, denn der Endkunde hat das 2500 ohne diese Funktion erworben und für diese zumindest beim FH auch nichts bezahlt hat, womit der Hersteller selbst für eine Entstörung beim Kunden zu sorgen hat, bzw. durch das ja gute System des AFH, dieser das doch macht, aber den Aufwand in Rechnung stellen kann und je nach Aufwand, wohl auch stellen wird, was aber nicht gerade zur Kundenzufriedenheit beitragen wird.

Nun gut-wie das dann in der Praxis aussieht wird sich zeigen, ich finde es aber nicht gut, dass der Endkunde über den Shop erst Ersatzteile, dann Zubehör und nun auch Upgrades beziehen kann, da das langfristig sowohl an der Existenz der FH´s sägt, als auch unklare Zuständigkeiten erzeugt.

Gruß Alex

Es geht mir nicht darum, Asterisk als die allein seeligmachende Lösung darzustellen, aber man sollte ein paar Punkte doch klarstellen:

  • Wer sich mit Asterisk nicht auskennt, sollte nicht einfach denken, man installiert ein Stück Software und dann geht alles. Wer sich auskennt, kann die Kombinationen von Hardware und Software jedoch sehr schnell aufsetzen und eine Menge erreichen. Im Betrieb ist Asterisk sehr stabil.

  • Es gibt weiterhin auch einige fertige Asterisk-Lösungen, die schnell aufgesetzt sind und hervorragend laufen, daß eine Grundkonfiguration mit Asterisk nicht unbedingt komplexer ist als mit einer klassischen Tk-Anlage.

  • Es gibt auch andere Software-PBX mit oder ohne VoIP-Integration zu kaufen, die über GUIs verfügen. Für die reine Telefonie reichen die meistens aus.

  • Den Vorteil einer dedizierten Hardware für Tk sehe ich zunehmend weniger. Die Software-Lösungen mit entsprechenden Schnittstellenkarten für ISDN, TDM, VoIP oder GSM sind einiges flexibler. Wenn man zudem eine gewisse Mobilität von Mitarbeitern berücksichtigt, werden VoIP- und GSM-Integration sehr viel wichtiger als die (triviale) Terminierung ins Festnetz.

Vor diesem Hintergrund stelle ich einfach generell die Frage, was sich ein Anlagenhersteller wie Agfeo, Auerswald etc. leisten kann, um nicht den Verlust von Kunden zu riskieren. Neue Kunden gibt es nur sehr wenige… Wechsler dafür inzwischen umso mehr :wink: Ein Unternehmen, das “Customer Satisfacion” und kundenorientierte Entwicklung so auf die eigene Fahne schreibt wie Auerswald ist aus meiner Sicht viel zu wenig offen und am Puls der Zeit (z.B. auch in Foren nicht offiziell vertreten) und bestenfalls verwirrt, schlechtestenfalls verärgert Kunden mit Ankündigungen und Produkten der Sorte wie in den letzten 6 Monaten. Welche Meinung soll man denn von einem Fachhändler haben, der hier ggf. noch leider involviert ist und guten Glaubens an die Qualität von Produkten etwas empfiehlt. Kunden werden sich doch dann bestärkt fühlen und mehr ohne die Fachhändler suchen, bewerten und kaufen.

VoIP hat Auerswald verschlafen und bessert nun nach… aber zwei Kanäle ist für eine Anlage der Sorte COMmander Basic.2 wirklich lachhaft. CallRouting und LCR sind ebenso essentiell… von verteilten Anlagen und VoIP-Kopplungen mal ganz zu schweigen. Hier fehlt eine klare Roadmap: wo geht es hin? Welche Linie kann ein Kunde erwarten? Aus meiner Sicht ist Auerswald hier zu sehr im Dickicht der (für sie neuen) Technik verstrickt und kommuniziert zu wenig die eigene (mittelfristige) Strategie. Na ja, meine COMmander Basic.1 hat jetzt ISDN, VoIP und Kabelmodem als Amt und wird damit noch ein paar Jahre halten. Dann sehen wir, was bis dahin aktuell ist :wink:

–gandalf.

Hallo miteinander,

die neue Firmware 2.1.5 A ist da und alles über LCR ist der Satz:

“Auf der Seite “LCR-Anbieter” wurde beim Netzbetreiber statt “Netzbetreiber” fälschlicherweise “Automatik” angezeigt, die Einstellung ist korrigiert”

…:a

Keine Lust, das zu testen.
Nur gut das die CB1 noch in der Ecke stand und ich kein weiteres Investment in dazu inkompatible Karten und Geräte gemacht hatte.

Ich denke Gandalf hat Recht.

Contix

[quote=gandalf94305]
VoIP hat Auerswald verschlafen und bessert nun nach… aber zwei Kanäle ist für eine Anlage der Sorte COMmander Basic.2 wirklich lachhaft. CallRouting und LCR sind ebenso essentiell… von verteilten Anlagen und VoIP-Kopplungen mal ganz zu schweigen. Hier fehlt eine klare Roadmap: wo geht es hin? Welche Linie kann ein Kunde erwarten? Aus meiner Sicht ist Auerswald hier zu sehr im Dickicht der (für sie neuen) Technik verstrickt und kommuniziert zu wenig die eigene (mittelfristige) Strategie. Na ja, meine COMmander Basic.1 hat jetzt ISDN, VoIP und Kabelmodem als Amt und wird damit noch ein paar Jahre halten. Dann sehen wir, was bis dahin aktuell ist :wink:

–gandalf.[/quote]

Hi,

Du warst anscheinend dieses Jahr nicht auf der CeBIT. Auerswald hat ja bereits im letzten Jahr immerhin VoIP-Adaptionsmöglichkeiten ins Programm aufgenommen. Für das kommende Jahr (wurde ausdrücklich betont, um nicht Begehren zu wecken) wurden VoIP-Module für die Basic.2 und Business nebst IP-Systemtelefonie angekündigt. Vernetzung und außenliegende Nebenstellen werden dann auch möglich sein. Das hört sich vielversprechend an. Und bisher wurde ich bei Auerswald recht selten terminlich enttäuscht. Gut 1-3 Monate nach Ankündigung kam bei einigen Produkte auch schon vor, aber ich kenne ebenso viele Produkte, die sehr pünktlich geliefert wurden (z. B. COMpact 2206, 4406, 4410, 2204, 2104.2, COMfort 1000, 1200, Voicemail Center 1 und 2, damals die ETS-2204 I, …).
Selbst das COMfortel DECT 900 wurde pünktlich geliefert. Das Auerswald dann Probleme mit dem Zulieferer hatte war halt tragisch. Das hatten andere Kunden dieses Zulieferes auch.
Herr Auerswald hat auf dem Stand mit einem anderen Auerswald-PSP gewettet, das die neuen COMpact 5010 und 5020 pünktlich im Juni 2007 bei den Händlern sein wird. Bin gespannt.

Trotzdem darf man mal den Blick für das Wesentliche nicht verlieren. Der prozentuale Anteil von VoIP intern ist eher gering und Steigerungen sind zurzeit (ich betone es noch mal “zurzeit”) viel zu klein. In dem Marktsegment, wo sich Auerswald, Agfeo etc. bewegen spielt IP-Telefonie intern noch keine gewichtige Rolle. Erst bei Systemen deutlich über 100 Ports werden heute vorwiegend IP-Lösungen von den Kunden angenommen und selbst da sind die “switcher” eher dünn gesäht.
Wie geschrieben, das muss ja nicht so bleiben. Siemens und Konsorten haben es derzeit enorm schwer IP-Lösungen zu verkaufen. Das machen sie derzeit mal wieder über direkten Vertrieb und somit über den Preis. Das kann sich der Fachhandel nicht erlauben.

Aus meiner Sicht wird Asterisk eine reine Migrationslösung bleiben, um spezielle Lösungen zu realisieren. Dafür muss der Errichter etwas Gehirnschmalz investieren und kann sich das ja auch bezahlen lassen. Aber ich würde mich ehrlich gesagt nicht trauen, eine Systemlösung über einen AST zu realisieren.

Auch glaube ich nicht, das speziell in Deutschland Internettelefonie das klassische Festnetz in den nächsten 2-3 Jahren komplett ablösen wird. Sicherlich wird es tendenziell in Richung VoIP gehen, aber solange T-Com und Arcor Flatrates zu diesen Preisen anbieten und das auch für Business-Kunden, werden Entscheider wohl erstmal auf das Festnetz setzen. Die Tarife, die Vodafone oder O2 anbieten, zielen ja eher auf die jungen privaten Anwender. Die wiedrrum würden sich wohl eher eine FbF als eine Auerswald- oder Agfeo-Anlage kaufen.

In den letzten Jahren war das mit dem deutschen Tk-Markt wie mit den 10 kleinen Negerlein (entschuldigt diesen Ausdruck). Es wurden von Jahr zu Jahr weniger. Jetzt gibt es noch drei aus dem Mittelstand. Auerswald, Agfeo und FEC (Elmeg). Bei letzterem, weiß man ja nicht mal, ob es die Marke im kommenden Jahr so noch geben wird. Der hat übrigens zu früh auf VoIP intern gesetzt :wink:
Ich bin zuversichtlich, das zumindest Auerswald in den nächsten Jahren Produkte, die verkaufbar sind, bringen wird. Bei dem anderen A aus Bielefeld hoffe ich, das sie sich eines Besseren besinnen und statt EIB/KNX lieber mal die Firmware V8.0 oder das neue LAN-Modul fertig machen. Wird langsam Zeit.

Hallo,

ich mache aus meinem Herz ja auch keine Mördergrube, d.h. lasse das raus was mir nicht gefällt, was in letzter Zeit ja so einiges war.
Ich denke allerdings auch, dass der mittlere, gewerbliche Anwender im Moment noch nicht auf VoIP setzen wird, da teilweise noch zu instabil, die Zukunft wird das aber schon mal werden und Asterisk & Co. werden den
Ein-/Umstieg sicher nicht erschweren, sondern das ganze durch kundenfreundlichere Produkte sicher pushen.

Gandalf kann ich allerdings auch schon ein wenig verstehen, denn nicht immer ist die klare Linie erkennbar, wobei ich gerade an den Abverkauf der COMpact 4406 DSL denke, der gerade stattfindet - wozu was das Teil nur gut ?

Zum eigentlichen Thread passend, vermisse ich auch nach dem heutigen FW-Update für die Basic.2 immer noch die Möglichkeit, manuell eine CBC-Vorwahl gefolgt von einer im Anlagentelefonbuch gespeicherten Nummer zu wählen um das fehlende, editierbare LCR zumindest halbwegs und provisorisch zu überbrücken, d.h. im Moment bleibt bei der Basic.2 um Telefonkosten zu sparen praktisch nur VoIP - für mich also einfach nachvollziehbar, dass man sich darüber Gedanken macht komplett auf VoIP bzw. auf eine andere Technik umzuschwenken.
Kann das wirklich sooo schwer sein, diese Funktion zu implementieren ?

Gruß Alex

P.S.:
Eventuell sollten wir vielleicht mal einen Thread “Marketing” oder so aufmachen, denn irgendwie schweift es doch gerade von LCR ab - oder !?

Hi Alex,

ich glaube kaum, das ein Tabellen-LCR ein Einzeiler ist. So ein Feature greift gewaltig in die Struktur einer Firmware ein. Wenn ich mir alleine beim alten Tabellen-LCR, was hier in der Vergangenheit bereits öfter als nicht mehr zeitgemäß (zu recht) betitelt wurde, die Abhängigkeiten anschaue.

Beim Basic.2 oder Business muss da zunächst mal die gewählte Rufnummer analysiert werden und durch diverse Abfragen geschickt werden:

  • 6 Amterechtigungen getrennt pro Amt
  • je 10 Sperr- und Freiwerke gehend mit insgesamt 100 Rufnummern
  • dann VoIP-/GSM-Routing

Und jetzt kommt erst das LCR mit seinen Tarifzonen und den diversen Kleinigkeiten die wir ja so schätzen bzw. beim neuen LCR schätzen werden (hoffe ich).

Es gibt auch andere Wünsche, die erfüllt werden wollen. So zum Beispiel

  • 10 automatische Zentralen
  • offene Rückfrage
  • CLIP no Screening
  • Redirecting Number (RgN)
  • Feiertagstabelle (sehr geil gelöst)
  • zentrale Anrufliste für Gruppen bei den COMfortels 1500 und 2500
  • Schalten der MSN-/DDI-Weiterschaltung mit den COMfortels 1500 und 2500
    etc.

Heute gab es ein Mega-Update für den Basic.2 und somit wird es das auch bald für die Business geben. Das sind Updates, wie ich sie von Auerswald gewohnt bin. Neue, brauchbare Features. Sicherlich auch Bugfixes, aber sie kommen.

So, muss jetzt in die Falle. Bis die Tage.

Hi Olli,

das war denke ich ein Missverständnis ich meinte doch nur das damit :wink: :

Ich denke zumindest das hätte doch eingebunden werden können.

Das erwähnte „Mega-Update“ zur dem ich hier http://community.jacotec.de/showthread.php?t=2800 was geschrieben habe und gleich noch ergänzen muß, ist zumindest in Bezug der in meinem Focus liegenden Features nach genauem Hinsehen ein Schuß in den Ofen:eek: , d.h. die alte Beta wird wieder aktiviert - leider !
Warum nur macht man mit neuen Features wieder neue Baustellen auf, bevor man erst mal die alten abschließt !?

Gruß Alex

Moin Moin,

da das neue tabellengesteuerte LCR in der COMpact VoIP ja schon draußen ist: hat es schon jemand getestet?

Moin, moin,

ich nutze es in Verbindung mit Arcor, um mir die Verbindungsendgelte für Auslands- und Mobilfunkgespräche errechnen und anzeigen zu lassen. Geht klasse. Ansonsten nutze ich die eigentlich Funktion “LCR” nicht, da ich eine Flat habe.

Es gibt aber bereits bei Telefon-Sparbuch.de Tabellen für das neue LCR.

[quote=wmues]Moin Moin,

da das neue tabellengesteuerte LCR in der COMpact VoIP ja schon draußen ist: hat es schon jemand getestet?[/quote]

Erster Eindruck des 4.0: Hervorragend, genau die passende Ergänzung zur Flatrate!

Auch mit Telefonsparbuch hat es prima funktioniert, naja, ich werde noch herausfinden, wo das Ausland geblieben ist :confused:.

Hallo Zusammen,

dachte schon der Dienstanbieter für die Soft-LCR-Easy-Tarifupdates hätte mich vergessen - keineswegs, denn mit der T-Com-August-Abrechnung wurden nun die Updatedienste zurück bis Oktober 2006 (!!!) belastet.

Ich finds ja echt hammermäßig, nach 9 Monaten abzurechnen, sozusagen kurz vor der Verjährung…hoffentlich gibt´s nun bald das richtige LCR - Updates ziehe ich mir ja schon lange keine mehr, da ich das Soft-LCR-Easy wegen der besch… Tarifauswahl nicht mehr nutze, die Updates waren rausgeschmissenes Geld !

Gruß Alex

Hallo Alex,

und ich dachte schon, nur wir hätten mit der Juli-Abrechnung der T-Com die Tarifupdates nachzahlen müssen.

Ich wollte auch schon die Gebühren einbehalten.

Lang dürfte es nicht mehr dauern, bis das neue LCR für die “dicken” Systeme da ist.

beim nächsten update ist der dabei…

Reptile,

du scheinst es ja zu wissen. Arbeitest du zufällig auch in Cremlingen, wie einige hier im Forum?

noe, habe es aber schon gesehen :slight_smile:

Ich habe es in meiner 5020. Nutze es aber nur den Part der Gebühreninfoerzeugung, damit ich Gesprächen ins GSM-Netz oder Ausland weiß, was es kostet (im Gespräch). Da ich bei Arcor bin, ist das klassische LCR für mich außen vor.

Die Einstellmöglichkeiten sind aber enorm!

Moin allerseits.
Ich frage mich zwar warum es so lage gedauert hat, aber das LCR4.0 in der Basic.2 ist wirklich der Hammer.
In Zusammenwirkung mit Telefonsparbuch werden automatisch die richtigen Gebühren angezeigt. In der dritten Zeile ist der Provider über den telefoniert wir abzulesen.
Leider funktioniert das bei mir nicht jedes mal. Aber ich habe ja bis jetzt nur die 2.0 Beta drauf. Das Release soll dann ja - ich glaube - morgen kommen.
Jetzt kann ich die Basic.2 endlich wieder aktiv bewerben.
Ohne LCR war die Anlage für mich unverkäuflich.

Viele Grüße
Marc, für den die Welt jetzt wieder in Ordnung ist.:party: