Commander Basic 1 - Knacke und kein Zünden im Netzteil


#1

[FONT=Arial]Hallo Forum,[/FONT]
[FONT=Arial][/FONT]
[FONT=Arial]ich habe nun eine weitere Commander Basic 1 für das Büro und die Werkstatt. Die Anlage ist gestern angekommen. Als ich sie heute Morgen in Testbetrieb nehmen wollte, tat sich zunächst nicht.Die Betriebs LED am Gehäuse war aus. Das einzigste was sich tat, war ein taktvolles Klicken im Netzeil. Nach ein paar “Zündversuchen” schaltete sich die Anlage dann doch an. Wenn ich sie angeschaltet lasse, läuft sie soweit auch stabil. Mache ich sie aus und dann wieder an, kommt der Fehler sporadisch wieder vor. Ich nehme an, dass hier im Netzteil ein Schalttransistor, Spannungsregler oder ähnliches defekt ist. Diesen würde ich gerne tauschen um einen problemlosen Betrieb der Anlage zu gewährleisten.[/FONT]
[FONT=Arial][/FONT]
[FONT=Arial]Kenn jemand von Euch das Problem und hat es selbst schon behoben und würde mir bitte sagen welches Bauteil hier diesen Fehler auslöst. Dies erspart mir die Umständliche Suche mit dem Messgerät.[/FONT]
[FONT=Arial][/FONT]
[FONT=Arial]Vielen Dank im Voraus. Über den Erfolg werde ich an dieser Stelle natürlich berichten.[/FONT]
[FONT=Arial][/FONT]
[FONT=Arial]Gruß, Kalle[/FONT]


#2

Wenn Du die passende Ausbildung hättest, wüßtest Du genau, wie Du Fehler im Netzteil suchst, findest, beseitigst, und ob und wie das Gerät anschließend einer VDE-Prüfung unterziehen mußt. Dann müßtest Du hier auch nicht fragen.

Wenn nicht, läßt Du besser die Finger vom Netzteil und läßt jemanden da ran, der sich damit auskennt. Das dürfte hier der Fall sein.

Du könntest natürlich auch vor der Aktion Deiner Lebensversicherung nachfragen, ob die auch Tod durch eigenes Verschulden abdeckt, und machst vorher noch einen Termin beim Bestatter, um Details Deiner Beerdigung zu regeln. Vielleicht solltest Du auch noch mal überprüfen, ob Dein Testament auf dem neuesten Stand ist.

Nein, das soll nicht witzig sein. Die Warntexte pappen nicht umsonst auf dem Netzteil bzw. dem Gerätegehäuse.

Selbst wenn Du die Aktion überleben solltest, ist noch längst nicht sicher, dass die Anlage die Aktion überlebt. Manchmal ist wirklich nur ein Cent-Artikel kaputt, aber ungeschulte Bastler können beim Reparaturversuch einen Totalschaden anrichten. Das habe ich mehr als einmal gesehen. Und nicht nur bei Billigschrott, wo man das noch ansatzweise nachvollziehen könnte. Ich habe auch durch Bastler hingerichtete Edelgeräte sehen müssen.

Trenn die Anlage vom Strom und schaff sie zum Fachbetrieb.

Alexander


#3

Wenn das ein neu gekauftes Gerät ist, würde ich reklamieren und eine Reparatur bzw. ein anderes Neugerät fordern. Zügig handeln, damit relevante Fristen nicht einfach ablaufen.

–gandalf.


#4

Moin,

@Alexander: in welche Kristallkugel hast Du denn geschaut, dass Du über meine Fähigkeiten bescheid weißt oder mir welche absprechen kannst?

Mit meiner Frage wollte ich mir eigentlich nur etwas Arbeit, von der ich momentan genug habe, ersparen. Aber so konnte ich über Deinen amüsanten Beitrag noch ein wenig schmunzeln.

Aber wie so oft: “irgendwie hast Du ja Recht”*

@Gandalf: es war kein Neugerät. Ich konnte ein wahres “Schnäppchen” an Land ziehen.

Das Problem ist gelöst und der Fehler beseitigt.

*Textteil aus “Sie ist weg” von den Fantastischen 4


#5

Hallo Kalle,

das ist (bzw. war) sicher das gleiche Problem mit dem Elko, das ich hier schon beschieben habe? http://www.jacotec.de/index.php?option=com_jfusion&Itemid=15&jfile=showthread.php&t=2221&page=3
Habe jetzt wieder eine repariert, hier war der Wert auf ein 1/5 des Nennwertes 47uF gesunken.

Gruß :wink:
Herbert


#6

Hallo Klingel-Kalle und HerbertG,
meine Commander hat seinen Dienst bei uns gut
versehen. Aber heute lief sie nicht mehr.
Als ich sie geöfnet habe flackerten noch die LEDs
von der S0 Karte. Nachdem ich die Spannung abgeschaltet
habe lief gar nichts mehr. Aber ich hatte zwischendurch
das von euch beschriebene Knacken im Bereich des Netzteils.

Nun meine Fragen:
Klingel-Kalle, wie hast Du das Problem gelöst ?
HerbertG, welchen Kondensator hast Du getauscht
ich habe keinen 47uF gefunden ?

P.S. wäre schön wenn Ihr mir helfen könntet.

Gruß Steff


#7

Hallo Steff,

ich denke der Link was das: http://www.jacotec.de/forum/showthread.php?p=23970#post23970

Leider habe ich wohl kein Foto von dem Teil gemacht (zumindest finde ich nichts), aber wenn dort ein Kühlkörper (zum Schutz) über dem Netzteil befestigt ist musst du diesen schon mal entfernen. Wenn du dir dann immer noch nicht sicher bist macht doch kurz ein Foto davon dann kann ich ihn dir markieren. Er ist nicht sehr gross… Achja ich hoffe natürlich du weisst was du machst?

Gruß :wink:
Herbert


#8

Hallo alle zusammen,
wie in der Überschrift zu lesen ist läuft meine
betagte Commander Basic wieder.
Für die die es interessiert auch bei mir war es ein
47uF / 16V Kondensator.
Dieser befindet sich unter dem Kuststoffdeckel neben dem
Print-Trafo. Dieser ist sehr klein deshalb habe ich Ihn
wohl auch erst übersehen. Ich habe in meinem Fundus
gerade noch einen mit 25V gefunden.
Nun läuft sie wieder einwandfrei nach einigen Tests.
Der Hinweis von HerbertG hat mich bewogen noch
etwas genauer hinzusehen.
Nun konnte ich mein Notschaltung mit einer ETS-4216I
wieder abbauen. War aber kein Vergleich zur CB.

Vielen Dank


#9

Nach Stromausfall war meine CB tot. Habe mich dann zu dieser tollen Community gegoogelt und die Sache mit dem Elko gelesen. Meine Anlage hat zwar nicht komisch geknackt sondern war einfach nur tot. Aber immerhin sah die Sache nach defektem Netzteil aus. Habe den besagten Elko (47 µF) ausgebaut und nachgemessen. Und tatsächlich - er hatte praktisch keine nennenswerte Kapazität mehr. Nach Ersatz durch einen intakten Elko läuft die Anlage nun wieder wie am ersten Tag. Dieser Tip hier in der Community hat mir also massenhaft Geld und Zeit gespart. Vielen Dank!

-cbe

PS: Offensichtlich hat Auerswald eine schlechte Charge Elkos erwischt.


#10

Hi,
heutzutage werden elektronische Geräte ganz gezielt mit “schlechten” Elkos oder anderen Schwachstellen ausgestattet, damit der Kunde immer schön etwas neues kaufen muss. Getreu nach dem Motto “Was lang hält bringt kein Geld”. Davon lebt die ganze Marktwirtschaft


#11

Mumpitz.

Wie ich schon in http://www.jacotec.de/forum/showpost.php?p=15293&postcount=32 schrieb: Der Elko sitzt in einer Ecke, die ziemlich warm wird. Das führt dazu, dass der Elko langsam austrocknet und dadurch nach und nach seine Kapazität verliert. Designfehler.

Wenn man statt 85°-Elkos 105°-Elkos verbaut, reduziert das die Symptome (bzw. verlängert die Lebensdauer) ein wenig, aber das Problem bleibt: Elkos mögen keine Wärme.

In der “guten alten Zeit”, als noch Röhrenradios und Dinosaurier die Erde bevölkerten, gab es auch schon Elkos. Die waren mechanisch ungefähr 10x so groß wie die aktuelle Technik, hatten eine weit weniger ausgefuchste Chemie (Elektrolyt und Trägermaterial), und wurden längst nicht so extrem belastet wie die Elkos heute.

Und trotzdem sind auch diese Elkos irgendwann kaputt, meistens schlicht trocken. Zugegeben, bei den Röhrenradios dauert es das eine oder andere Jahrzehnt. Das liegt aber auch daran, dass man zu Dinosaurierzeiten Gehäuse wie Möbel gebaut hat, mit viel Luft und - dank der Heizung der Röhren - einer vernünftigen, passiven Belüftung. Die Abwärme der Röhren ging direkt nach oben weg, Elkos lagen in der Regel nicht im Abluftstrom. Aber auch diese “gut gepflegten” Elkos sind im 21. Jahrhundert in der Regel tot und müssen ausgeauscht werden.

Noch drei Tipps für Leute, die selbst löten wollen:

  1. Es schadet definitiv nicht, den Elko durch einen mit etwas höherer Spannungsfestigkeit als das Original zu ersetzen. Nur niedriger sollte sie auf gar keinen Fall sein.

  2. 105°-Typen halten etwas mehr Wärme aus als 85°-Typen. Ein paar Cent mehr für den Elko verschieben die nächste Lötaktion ein paar Jahre weiter in die Zukunft.

  3. Es ist nicht immer nur der Elko kaputt, manchmal zerreißt es auch andere Teile.

Wer sich nicht selbst ans Netzteil traut, kann mit mir Kontakt aufnehmen (alexander at foken punkt de), ich leite Anfragen an einen qualifizierten Techniker weiter, der schon diverse Telefonanlagen “wiederbelebt” hat.

Alexander


#12

[quote]Hi,
heutzutage werden elektronische Geräte ganz gezielt mit “schlechten” Elkos oder anderen Schwachstellen ausgestattet, damit der Kunde immer schön etwas neues kaufen muss. Getreu nach dem Motto “Was lang hält bringt kein Geld”. Davon lebt die ganze Marktwirtschaft [/quote]
Diese Feststellung wurde durch seriöse Recherchen bestätigt
Ich rede hier nicht von Auerswald, denen traue ich das wirklich nicht zu


#13

Das mit dem Elko ist Gold wert.
Ein Dank an alle.
Wollte aber hierzu mal fragen: habe den Elko jetzt verlängert und unterhalb der Haube positioniert, denke das ist besser wegen der Hitze.
Welchen Ersatzwert habt Ihr den so genommen ?
Ich habe zur Zeit 50uF / 25V verbaut.
Vorab besten Dank & Gruß in die Runde


#14

[quote=“Andreas_Pohl, post:13, topic:3493”]
Das mit dem Elko ist Gold wert.
Ein Dank an alle.
Wollte aber hierzu mal fragen: habe den Elko jetzt verlängert und unterhalb der Haube positioniert, denke das ist besser wegen der Hitze.
Welchen Ersatzwert habt Ihr den so genommen ?
Ich habe zur Zeit 50uF / 25V verbaut.[/quote]

Wie ich in einem Beitrag zum gleichen Problem bei 4410/2206 am 4. April 2014 schrieb

[quote]Der kleine Kondensator 47 µF 35V rechts oben ist das Bauteil, das nach meiner Weblektüre am ehesten kaputtgeht und einfach ersetzt werden kann. Das ist zwar ein SMD (Surface Mounted Device), aber man kann den Kondensator auch durch einen einfachen mit langen Lötfüßchen ersetzen. Die Füßchen nach außen knicken und kürzen; dann kann man die an den Kontakten anlöten, an denen der Original-Kondensator gesessen hat. Man muß dabei die Polung beachten!

So eine Reparatur setzt natürlich ein wenig Erfahrung mit Löten und eine feine Lötspitze voraus. Ich hab eine als defekt gekaufte 2206 auf diesem Wege repariert.

Ich hatte mir dazu auch solche Kondensatoren in SMD-Bauweise besorgt, aber damit hatte ich keinen Erfolg.

Passende Kondensatoren gibts bei Reichelt oder Conrad oder bei Versendern via eBay für geringes Geld. [/quote]

Ich hab mir also genau passende Kondensatoren besorgt. Mußte leider ein 10er-Pack nehmen…


#15

Dann gib mir ein paar ab, ich hab noch ein paar alte Basics zum Reparieren rumliegen :rofl:


#16

Dieses “Downgrading” habe ich als Werksstudent in der Elektronikentwicklung schon Anfang der 80er gemacht, die Methodik ist normal und logisch. (Also die Prototypen unter kaufmännischen Aspekten marktreif “optimieren”). Das Auerswald das gezielt macht, wage auch ich zu bezweifeln. Ein ungünstiges Design oder Kompromisse können zu so was führen, eine schlechte Charge Bauteile aber auch …


#17

Das mit dem defekten 47uF - Elko im Netzteil ist das absolute Standardproblem.
Viele Commander Basic - Anlagen lassen sich, wenn man sich auskennt und die notwendige Vorsicht im Umgang mit hohen Spannungen walten lässt, auf einfache Weise wieder beleben.

Siehe auch diese schöne Beschreibung mit Fotos:

https://www.dl9nbj.de/wordpress/reparatur-auerswald-commander-basic/


#18

OT: Oh ein Funkamateur :slight_smile: 73